Chlordioxid – 
Studien & Patente

Unser Studienarchiv ist ab sofort online verfügbar und wird stetig weiter aufgefüllt. Wir haben alles so angerichtet, dass ihr die einzelnen Studien im Vergleich sehen könnt.

Toxizität in klinischen Studien

Autor/Jahr Produkt/Dosis Dauer Probanden Ergebnnis
Lubbers et al./1981 Chlordioxid/0,34 mg/kg oral 1 Tag 60 gesunde erwachsene Männer Keine toxische Wirkung festgestellt
Veerasarn et al./1983 WF10/TCDO (Chlorit)/2,13 mg/kg/Tag, intravenös 2 Zyklen von 5 Tagen alle 3 Wochen 102 Patienten mit hämorrhagischer Zystitis nach Bestrahlung WF10 gab keinen Anlass zu "ernsthaften Sicherheitsbedenken". Transiente Methämoglobinämie, nicht statistisch signifikant (p=0,134).
Lubbers et al./1984 Chlordioxid/0.03 mg/kg/Tag, oral 84 Tage 60 gesunde Erwachsene keine toxischen Wirkungen festgestellt.
Raffanti et al./1998 WF10/TCDO (Chlorit)/2.13 mg/kg/Tag, intravenös 4 Zyklen von 5 Tagen alle 3 Wochen 19 Patienten mit fortgeschrittenem AIDS WF10 wurde "gut vertragen". Es wurde kein signifikanter Effekt auf Leber- und Nierenfunktion, Hämatokrit, Hämoglobin und Thrombozytenwerte beobachtet.
Srisupundit et al./1999 WF10/TCDO (Chlorit)/2.13 mg/kg/Tag, intravenös 1-2 Zyklen von 5 Tagen alle 3 Wochen 20 Patienten mit hämorrhagischer Zystitis nach Bestrahlung Es wurden keine unerwünschten Wirkungen, einschließlich Venenentzündung und Herzklopfen, beobachtet.
Penpattanagul et al./2007 WF10/TCDO (Chlorit)/2.13 mg/kg/Tag, intravenös 3 Zyklen von 5 Tagen alle 3 Wochen 13 Patienten mit Oropharynxkarzinom In der behandelten Gruppe wurde eine geringfügig stärkere Hämoglobinämie und Leukopenie festgestellt, ohne dass dies statistisch eindeutig war.
Yingsakmongkol/2011 WF10/TCDO (Chlorit)/2.13 mg/kg/Tag, intravenös 1-3 | 5-tägige Zyklen alle 3 Wochen 40 Patienten mit diabetischen Fußulzera Es wurden keine unerwünschten Wirkungen beobachtet.
Miller et al./2014 Natriumchlorit/3,2 mg/kg, intravenös 1 Tag 32 ALS-Patienten In den 8 Tagen nach der Behandlung wurden keine behandlungsbedingten unerwünschten Wirkungen festgestellt.
Miller et al./2015 Natriumchlorit/2 mg/kg, intravenös 6 Zyklen von 3 bis 5 Tagen alle 3 Wochen 136 ALS-Patienten Natriumchlorit war "allgemein sicher und gut verträglich", mit Ausnahme von Schmerzen an der Injektionsstelle und vorübergehendem Schwindelgefühl.

In-Vitro Wirksamkeit

Autor/Jahr Produkt Zelltyp Zu testender Effekt Ergebnis
Ullman und Kühne/1985 WF10/TCDO (clorit) Granulozyten und Vollblut Antibiotikum, Immunmodulator Zerstörung von E. coli und anderen Bakterien bei 150 μg/ml, und Stillstand ihres Wachstums für zwei Stunden bei 15 μg/ml. Stimulation der Phagozytose.
Mueller-Klieser et al./1987 WF10/TCDO (clorit) Hämoglobin von Mensch und Nagetier Sauerstoffanreicherung von Krebstumoren, um sie für eine Strahlentherapie zu sensibilisieren Freisetzung von 15% der Sauerstoffspannung (Po2) in Tumoren in Lösung mit 20mM TCDO. Dosisabhängige O2-Freisetzung bei 5, 10 und 15 μl TCDO bei 3 und 6 g/L Hämoglobinkonzentration.
Tissot et al./1990 WF10/TCDO (clorit) PMN-Leukozyten, Pleuraexsudat ex vivo Entzündungshemmung Reduktion der Superoxid-Generierung von PMN-Leukozyten bei 300 μg TCDO (p<0,001), 30 (p<0,05) und 3 μg (p<0,05). Reduktion der Prostaglandine 6-Keto-PGE1α und PGE2 im Pleuraexsudat bei 1,5 und 0,3 μmol TCDO (p<0,001), sowie bei 0,1, 0,03 und 0,01 μmol (p<0,05). Die dosisabhängige Hemmung der LTB4-Leukotrienbildung in stimulierten PMN-Leukozyten war bei 150, 300 und 1500 μM TCDO signifikant (p<0,01). Ergebnisse gleichzeitig in vivo an Ratten getestet (siehe Abb. 3).
Dargan und Subak-Sharpe/1991 WF10/ TCDO (Chlorit) katalysiert mit Rinderhämoglobin bei 400 μg/ml-1. BHK 21 Nagaetier Antiviral gegen HSV-1 (Herpes simplex), HSV-2, REO-3, Influenza A, FLV, Ad-5, Polio-1, SFV +GV. Zellviabilität von 80% bei 0,1% TCDO und 99% bei 0,05%. Reduktion der Infektiosität bei einer 24-stündigen Exposition gegenüber einer 0,1%igen Konzentration von TCDO (entspricht einer Standardbehandlung): 400000-fach für HSV-1, 250.000-fach für GV, 3000-fach für SFV, 500-fach für Influenza A. Dosisabhängige Reduktion von HSV-1-Virionen.
Ennen et al./1993 WF10/ TCDO (Chlorit) PBMC-Zellen human, U937-Zelllinien,Molt-4 T-Lymphom-Klon 8, ACH2. Antiviral gegen HIV Vollständige Eliminierung der HIV-Infektiosität bei 155 μmol/l TCDO für 1h, und 95% bei 52 μmol/l. Dosisabhängige Abnahme der Bindungskapazität des HIV-Glykoproteins gp120 bei 1,9, 5,7, 17 und 52 μM. Adjuvante Wirkung von TCDO bei 17 μmol/l auf die späte Blockade der HIV-Replikation durch Zidovudin.
McGrath et al./1998 WF10/ TCDO (Chlorit) Mensch: T-Lymphozyten, Monozyten, dendritische Zellen Immunmodulator Bei keiner der verwendeten Konzentrationen wurde eine akute Toxizität festgestellt. Dosisabhängige Hemmung der Reaktion auf Antigene einer Vielzahl von T-Lymphozyten, bei Konzentrationen zwischen 1:200 und 1:800 von WF10.
Giese et al./2004 WF10/ TCDO (Chlorit) PMBC und menschliche Monozyten. Immunmodulator Keine Zytotoxizität bei den verwendeten Dosen (200 μM Chlorit). Verminderte Immunantwort von mehreren aktivierten T-Zellen in PMBC-Kulturen, die mit PMA/Ionomycin stimuliert wurden (p<0,001). Hemmung der IL-2-Sekretion in Kulturen, die mit PMA/Ionomycin und Anti-CD3-Antikörper stimuliert wurden. Exponentielle, expositionszeitabhängige Bildung von Chloramin-Taurin (Zellschutzmittel, Regulator von entzündlichen Makrophagen) in PBMC-Zellen.
Kühne et al./2011 WF10/ TCDO (Chlorit) Humana Immunmodulator gegen Leukämie- und Pankreaskrebszellen. Stimulation der zytotoxischen Kraft von natürlichen Killerzellen (NK) gegen Leukämie- und Pankreaskrebszellen, in einer zeitabhängigen Weise (p<0,05)
Pichert und Arnhold/2015 WF10/ TCDO (Chlorit) Humana Interaktion mit Hämoglobin, Methämoglobin und Eisenhämoglobin. Bestimmung von Chlorit als Wirkstoff von WF10/TCDO. Reduktion der zytotoxischen Hämoglobin-Spezies, die in pathologischen Situationen der Hämolyse auftreten: Umwandlung von Eisenhämoglobin in Methämoglobin mit einer Rate von 114 M-1 s-1 oder 6600 M-1 s-1 je nach Herkunft. Inaktivierung von Methämoglobin bei 8,3 M-1 s-1. Umwandlung von Oxyhämoglobin in Methämoglobin bei 35,4 M-1 s-1.
Fleming/2016 WF10/ TCDO (Chlorit) und Varianten Menschliche Erythrozyten und Hämoplasma Entzündungshemmer, Hemmstoff der häminduzierten Hämolyse. Dosisabhängige Reduktion der durch Häm verursachten Hämolyse bei 100 μM in Erythrozyten (4 x 107 Zellen/ml) ab einer Konzentration von 6,3 μM (p≤0,01) von TCDO. Die Hämolyse reduzierte sich ab 15,7 μM TCDO (p≤0,0001) auf nahezu basale Werte: 31,4 μM (p≤0,0001), 47,2 μM (p≤0,0001). Vollständige Hemmung der Hämolyse bei 62,9 μM (p≤0,0001) und 629,0 μM (p≤0,0001). Ein Mol Chlorit inaktiviert etwa 2 Mol Häm, wenn eine direkte Wechselwirkung besteht. Bei 50,3 μM zerstört TCDO freies Eisen und andere Häm-Abbauprodukte fast vollständig. Möglicher Nutzen bei schweren entzündlichen Erkrankungen wie akuten respiratorischen Syndromen, Sepsis oder schweren Verbrennungen, bei denen der Plasmahämopexinspiegel stark reduziert ist.
Zhu et al./2019 Chlordioxid Schwein Antiviral gegen das Porcine Reproduktive und Respiratorische Syndrom Virus (PRRSV). Anti-inflammatorisch. Abwesenheit von Zytotoxizität bei CLO2-Konzentrationen unter 60 μg/ml. Dosisabhängige Hemmung der PRRSV-Replikation bei 24 μg/ml (p<0,01), 30 μg/ml (p<0,01), und 36 μg/ml (p<0,001). Dosisabhängige Blockade der PRRSV-Bindung an die Zelle bei 24 μg/ml (p<0,05), 30 μg/ml (p<0,01), und 36 μg/ml (p<0,01). Vollständige Inaktivierung von extrazellulären PRRSV-Virionen in Kulturen mit CLO2 Marc-145-Zellen bei 24, 30 und 36 μg/ml. Reduktion der inflammatorischen Zytokine IL-6, TNF-α und IFN-β bei 24 μg/ml (p<0,01), 30 μg/ml (p<0,01) und 36 μg/ml (p<0,05).

Wirksamkeit im Tierversuch

Autor/Jahr Produkt/Dosis Krankheit Probanden Ergebnnis
Lackett et al./1972 CLO2/(Konzentration.) 0, 1, 10, 100, 1000, 10000 ppm, oral Keine ca.5000 gesunde Bienen Signifikante Erhöhung der Langlebigkeit bei Bienen, die Wasser mit 10 und 100 ppm tranken, im Vergleich zu den anderen (p<0,01).
Gillissen et al./1986 WF10/ TCDO (Clorit)/3,1, 6,2, 9,3, 12,4, 18,6 μmol/kg für 1-4 Tage, intraperitoneal verabreicht. Candida Albicans 60 Mäuse mit Candida infiziert oder Kontrolle. Stimulation der DPFC-Lymphozyten der Milz bei wiederholten Dosen von 3,1 μmol/kg (p<0,01), Hemmung der Immunreaktion bei Dosen von 18,6 μmol/kg (p<0,01). Optimale Dosis für erhöhtes Überleben: 6,2 μmol/kg/Tag.
Tissot et al./1990 WF10/ TCDO (Clorit)/0,5, 1,5, 15 μmol pro Ratte, intrapleural verabreicht. Pleura-Entzündung Männliche Ratten mit induzierter Pleuritis. Reduktion der exsudativen Zellen bei 15 μmol TCDO pro Ratte (p<0,001).
Mason et al./1993 WF10/ TCDO (Clorit) | 1 ml/kg/Tag für 5 Tage, intravenös Folgeerscheinungen der Strahlentherapie 384 Mäuse, die Röntgenstrahlen ausgesetzt wurden, oder Kontrolle. Reduktion der Strahlenletalität (p≤0,0003). Zunahme des Milzgewichts (p<0,05). Vermehrte kernhaltige Zellen in Milz und Knochenmark (p<0,05). Bildung von endogenen Zellkolonien in der Milz (p<0,05).
Kempf et al./1994 WF10/ TCDO (Clorit) | 0,5-1,0 ml/kg/Tag für 5 Tage, intravenös Krebsbedingte Folgen der Strahlentherapie 221 Ratten, die mit Röntgenstrahlen exponiert wurden, oder Kontrolle. Prävention von strahleninduzierter Leukämie (p<0,001) und epithelialen Malignomen (p<0,05).
Hansen et al./2001 WF10/ TCDO (Clorit) | 0,5 ml in zwei Dosen: Verdünnung 1+5 und 1+1 mit 0,9 % NaCl, intraperitoneal Durchführbarkeit einer Herztransplantation 10 Hamster und 22 Ratten Die Kardiotoxizität von WF10 wurde an Hamstern untersucht, ohne Befund. Keine signifikante Erhöhung der Lebenserwartung bei Ratten mit transplantiertem Herz.
Kemp et al./2002 WF10/ TCDO (Clorit) | 0,5 ml in zwei Dosen: Verdünnung 1+4 und 1+1 mit 0,9 % NaCl, intraperitoneal Durchführbarkeit einer Herztransplantation 42 Probanden, darunter Hamster und Ratten. Immunsuppressive Wirkung: Reduktion der CD4+ und CD8+ T-Zellen (p<0,05).
Zambrano-Estrada et al./2020 CLO2 | 0, 0,35, 3,5 mg/kg/Tag, parenteral Aviäre infektiöse Bronchitis Coronavirus 30 Hühner-Embryonen Reduzierte Sterblichkeit (p=0,004). Geringere Inzidenz von Blutungen (p=0,002), Membranverdickung (p=0,003), Curling (p=0,017) und epidermaler Stauung (p=0,04). Vermehrtes Wachstum der Körpermasse (p=0,017). Niedrigere Viruslast (p=0,03).

Wirksamkeit in klinischen Studien

Autor/Jahr Produkt/Dosis Studienart Probanden Krankheit Ergebnis
Raffanti et al./1998 WF10/ TCDO (Clorit)/2,13 mg/kg/Tag, intravenös Randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert. 19 Fortgeschrittenes AIDS Keine Notwendigkeit für einen Krankenhausaufenthalt (p=0,01). Regulierung der Lymphozyten (p=0,027). Regulation von CD35-Molekülen (p=0,030).
Veerasarn et al./2004 WF10/ TCDO (Clorit)/2,13 mg/kg/Tag, intravenös Randomisiert, kontrolliert, open-label. 102 Hämorrhagische Zystitis induziert durch Strahlentherapie. Weniger Einsatz von Antispasmodika (p=0,001). Weniger Einsatz von Antibiotika (p=0,002). Schnellere Abnahme von Blut im Urin (p=0,004).
Penpattanagul et al./2007 WF10/ TCDO (Clorit)/2,13 mg/kg/Tag, intravenös Randomisiert, kontrolliert, open-label 13 Oropharyngealer Krebs Reduktion der Dysphagie (p=0,009). Reduktion der Mukositis (p=0,048).
Yingsakmongkol et al./2011 WF10/ TCDO (Clorit)/2,13 mg/kg/Tag, intravenös Randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert. 40 Diabetisches Fußgeschwür Reduktion von Infektion, Entzündung und nekrotischem Gewebe (p<0,01). Reduktion der Wundschwere, Zunahme des körnigen Gewebes (p<0,05).
Miller et al./2014 Natriumchlorit/0.2 mg/kg 0.8 mg/kg 1.6 mg/kg 3.2 mg/kg intravenös Phase I, placebokontrolliert 32 Amyotrophe Lateralsklerose Dosisabhängige Hemmung von Markern der systemischen Entzündung (HLA-DR) (p=0,0058), und entzündlichen Monozyten (CD16) (p=0085).
Miller et al./2015 Natriumchlorit/1 mg/kg/Tag 2 mg/kg/Tag intravenös Phase II, randomisiert, doppelblind, placebokontrolliert 136 Amyotrophe Lateralsklerose Dosisabhängiger Stillstand der ALS-Progression in der Untergruppe von 113 Patienten, die mit historischen Kontrollen gemacht wurden (p=0,004).
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